Auguste Rodin

Zum 100.Todestag des Pioniers der modernen Skulptur.

Veranstaltungsort
Langwedel - Etelsen
www.kunoweb.de

Veranstalter
Kultur im Norden e.V.

Kontaktadresse
Paul Kroker
Etelser Str.17B
27299 Langwedel
0423592829
kulturimnorden@gmail.com
https://www.kunoweb.de/

Termine
Fr, 17.11.2017 - Do, 18.01.2018
Fr, 24.11.2017 - Do, 25.01.2018
Fr, 01.12.2017 - Do, 01.02.2018
Fr, 08.12.2017 - Do, 08.02.2018
Fr, 15.12.2017 - Do, 15.02.2018
Fr, 22.12.2017 - Do, 22.02.2018
Fr, 29.12.2017 - Do, 01.03.2018
Fr, 05.01.2018 - Do, 08.03.2018

Veranstaltungsart
Ausstellungen

Auguste Rodin bei KUNO

Am 17. November jährt sich der 100. Todestag des französischen Bildhauers Auguste Rodin (1840-1917), ohne den die moderne Bildhauerei undenkbar ist.
Werke wie „Der Denker“, „Die Bürger von Calais“, „Der Kuss“, „Das Höllentor“ sind vielleicht einem breiteren Publikum bekannt, möglicherweise auch gerade durch den Spielfilm von Jacques Doillons, aktuell noch in den Kinos. Sein „Rodin“ ist mehr als ein bloßes Biopic um die furiose Liebe mit der Künstlerkollegin Camille Claudel, sondern berührt endlich einmal auch künstlerische Fragen, wahrlich keine Selbstverständlichkeit bei Künstlerfilmen.
Zu diesem besonderen Jubiläum kommt eine Vielzahl von Ausstellungen zusammen: in den USA, in Frankreich und auch in Deutschland – alle gut zu verfolgen auf der spezifischen Internetseite zum Rodin-Jahr, http://rodin100.org.
Da präsentiert Dresdens Albertinum unter dem Titel „Auguste Rodin und Eugène Druet“ Rodins Skulpturen vor allem durch die Aufnahmen des für ihn wichtigsten Photographen. In der Berliner Alten Nationalgalerie hingegen steht im Zentrum eine meist unbeachtete kleine Bronze „Der Held (Der Mensch und sein Genius)“, entstanden um 1896. Bemerkenswert nicht nur wegen des eigenwilligen ästhetischen Versuchs, die Idee der künstlerischen Inspiration in der Darstellung einer Figur zu realisieren. Sondern auch weil die Statuette wie das ganze Werk zwei große Dichter faszinierte: Rainer Maria Rilke, der ein paar Monate sogar Rodins Sekretär war und einen langen Essay über ihn verfasste. Und dann Hugo von Hofmannsthal, der direkt vom Bildhauer die knapp 40 Zentimeter hohe Plastik für seinen Schreibtisch erwarb.
Und diese wechselseitige Beziehung von Poesie und Skulptur bestimmt auch das Schaffen von Auguste Rodin selber, als er sich intensiv mit Dichtern wie Dante und dessen „Göttlicher Komödie“ und Baudelaires „Blumen des Bösen“ auseinandersetzte.
Kultur im Norden würdigt mit „Auguste Rodin“ auf kunoweb.de in seiner Online-Ausstellung sowohl die beiden deutschen Präsentationen auf der Museumsinsel wie in der sächsischen Skulpturensammlung. Darüber hinaus wird die Kunstdozentin Jayne Yantz aus New Jersey sachverständig einige wesentliche Werke aus dem Rodin-Museum in Philadelphia in kurzen Videos besprechen und die Skulpturen plastisch vor Augen führen. Auf Deutsch sind dazu entsprechende Auszüge aus dem großen Aufsatz von R. M. Rilke über Arbeit, Philosophie und Werk Rodins (1902/08) zugeordnet.
Aus welchen Gründen aber gilt Auguste Rodin als Wegbereiter der modernen Skulptur?
Erstens: Hatte nicht schon der geniale Renaissancekünstler Michelangelo auf das Unvollendete, auf den Torso gesetzt? Rodin macht das aber für sich zum bewussten Stilprinzip und öffnet damit dem Fragmentarischen in seiner Kunstgattung Tür und Tor. Die hatten schon vorher manch‘ deutsche Romantiker wie Novalis und Friedrich Schlegel aufgestoßen. In der Literatur und Philosophie jedoch.
Zweitens dann: Mit der siebenunddreißigjährigen, unvollendeten Arbeit an seinem Meisterstück „Das Höllentor“ hat Rodin mit den dreihundert Figuren des Portals eine labormäßige Versuchsanordnung geschaffen, die einem permanenten Wandel unterworfen war und deshalb: open end, „ein Symbol für die Unerschöpflichkeit der menschlichen Phantasie“ (Jörg Restorff).
Und schließlich hat es sich Rodin – und das nicht nur in „Der Schrei“ auf dem Titelbild der KUNO-Ausstellung – in seinen Plastiken zum Prinzip gemacht, die „Kunst der Buckel und Höhlungen“ sowie das „Spiel von Licht und Schatten“ auszustellen. Gleichsam ein kategorischer Imperativ für die Besucherinnen und Besucher aller Ausstellungen und auch bei KUNO: Schaut auf diese Skulpturen! Schaut genau hin!

Vom 17.11.2017 bis zum 17.01.2018 „Auguste Rodin“ auf www.kunoweb.de
 

Kontakt

Große Straße 1
27299 Langwedel

04232 - 39 0
rathaus@langwedel.de

Weitere Kontaktmöglichkeiten:

Öffnungszeiten

Montag – Freitag   
08.30 Uhr – 12.00 Uhr
Donnerstag   
14.00 Uhr – 18.00 Uhr.
Gerne stehen wir Ihnen auch zu anderen Zeiten nach Vereinbarung zur Verfügung.